Alien-Games: Alles Schlechte kommt von oben
// 3. Dezember 2008 // Allgemeines
In “Resistance 2″ ist mit den Außerirdischen nicht gut Kirschen essen. Im Gegenteil: Sie würden den Menschen die angebotenen Kirschen sofort aus der Hand ballern. Kurz gesagt: Das Böse aus dem Weltraum hat in Computerspielen Tradition. Beispiele gefällig? Hier sind sie.
Vorzeige-Fieslinge aus dem All gibt es im Kult-Shooter “Doom” (1993) zu bestaunen. “Imps”, “Hellknights” und “Cyberdemons” machen den Menschlein das Leben schwer. Was trauen sie sich auch auf den Marsmond Phobos, wo es doch sehr viel angenehmere Orte gab? Phobos ist so etwas wie die Hölle im All, und als Spieler begibt man sich bereitwillig hinein. Wirklich sympathisch werden einem die garstigen Marsbewohner aber nie:
“Ufo: Enemy Unknown” (1993) trägt ebenfalls nicht dazu bei, das Image der All-Bewohner zu verbessern: Sie streuen Terror nicht nur im Weltraum, sondern starten eine Invasion auf unserem geliebten Blauen Planeten. Mit strategischem Geschick schlägt der Spieler die Grünlinge in den Weltraum zurück:
Auch in “Destroy all humans” (2005) zeigen sich die Aliens von ihrer garstigen Seite. Statt der Menschheit beizustehen, schlüpft der Spieler selbst in die Haut eines aggressiven Außerirdischen mit dem leicht zu merkenden Namen “Cryptosporidium 137″. Es würde jetzt zu weit führen, die bewusst trashige Story wiederzugeben, nur so viel sei verraten: “Destroy all humans” verwurstet Lifestyle, Popkultur und Politik zu einem wüsten Alien-Mix à la “Mars Attacks!”:
Weniger humorvoll, aber auch mit der nötigen Prise Trash kommt “Prey” (2006) daher. Oder wie soll man sonst die Idee bezeichnen, einen waschechten Indianer von Aliens entführen zu lassen? Cherokee Tommy steckt gerade in der Sinnkrise, als die Außerirdischen sein Reservat überfallen und ihn zu sich ins Schiff saugen. Doch ein Indianer kennt keinen Schmerz. Tommy gibt den Aliens mit Hilfe seiner Ahnen-Geister Saures.
In “Crysis” landet eine US-Spezialeinheit auf einer tropischen Insel, um amerikanische Archäologen aus den Fängen fieser Nordkoreaner zu befreien. Hätten sie ahnen können, dass sie auf dem Eiland etwas viel Gefährlicheres erwartet? Natürlich sind es wieder Aliens, die als Bösewichte herhalten müssen. “Crysis” macht aus dem Kampf Mensch gegen Marsianer ein Heidenspektakel:



