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	<title>Lords of Zock &#187; Klassiker</title>
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		<title>Spiele-Klassiker: It came from the Desert</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 08:15:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lord Gimp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Cinemaware]]></category>
		<category><![CDATA[Games-Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Riesenameisen]]></category>

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		<description><![CDATA[1989 schenkte uns die Kult-Spieleschmiede Cinemaware ein Spiel, das in B-Horror-Movie-Untiefen schwelgte: "It came from the Desert" ließ uns gegen mutierte Riesenameisen kämpfen. Spielerherz (mit Hang zum Trash), was willst du mehr?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.lordsofzock.com/spiele-klassiker-it-came-from-the-desert"><img  class="aligncenter size-full" title="It came from the desert" src="http://www.lordsofzock.com/wp-content/uploads/itcamefromthedesert03.jpg" alt="It came from the desert" width="540" height="305" /></a>1989 schenkte uns die Kult-Spieleschmiede Cinemaware ein Spiel, das in B-Horror-Movie-Untiefen schwelgte: &#8220;It came from the Desert&#8221; ließ uns gegen mutierte Riesenameisen kämpfen. Spielerherz (mit Hang zum Trash), was willst du mehr?<span id="more-1954"></span></p>
<p>Manche Computerspiele spielt man am besten allein und spät in der Nacht. Das gilt in erster Linie für Spiele, die einem das Fürchten lehren wollen. Eines der ersten Spiele, dem das bei mir gelang, war (hier bitte den nervenzerfetzenden Dusch-Szenen-Sound aus Psycho hinzudenken) &#8220;It came from the Desert&#8221; von Cinemaware. Jenes Games-Studio, das ab Mitte der Achtziger Jahre das Kino ins Spiel brachte. Ihr großer Hit war &#8220;Defender of the Crown&#8221;, ein Strategiespiel, das die Mantel- und Degenfilme mit einer für damalige Verhältnisse atemberaubenden Grafik in Szene setzte. Mir aber gefiel &#8220;It came from the Desert&#8221;, das 1989 auf dem Amiga debütierte, viel besser.</p>
<p>Das Vorbild des Spiels ist der 50er-Jahre B-Horror-Movie <u><a title="&quot;Them!&quot; in der Internet Movie Database" href="http://www.imdb.com/title/tt0047573" target="_blank">&#8220;Them!&#8221;</a></u> (deutsch: &#8220;Formicula&#8221;), in dem nach geheimen Atomwaffentests mutierte Riesenameisen einer Kleinstadt in New Mexico zusetzen. Allein die Idee ein derartig abgefahrenes Szenario als Computerspiel umzusetzen, war Ende der 80er noch revolutionär. Und die Umsetzung einfach brillant.</p>
<h3>Klischees en masse</h3>
<p>Die Macher waren Meister darin, sämtliche Klischees des &#8220;Bug-Movies&#8221; für &#8220;It came from the Desert&#8221; zu adaptieren. Und eigentlich fehlte nur, dass das Spiel in Schwarz-Weiß gehalten war. Der Spieler war der Neue in dem Kaff Lizard Breath, &#8220;wo die Witze schlechter sind als der Kaffee&#8221;. Ein Geologe, der den mysteriösen Vorfällen (Stichwort: kopflose Kuh) nach dem Einschlag eines Meteoriten auf den Grund ging. Die Ursache war schnell ausgemacht, denn schon an der nächsten Straßenecke warteten gigantische Ameisen im Dutzend, denen der Held, mit Pistole oder Dynamit-Stangen bewaffnet, entgegentrat.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="540" height="437" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/KTWd_eyAmgQ&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="540" height="437" src="http://www.youtube.com/v/KTWd_eyAmgQ&amp;hl=de&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Entweder ging es aus der Vogelperspektive zur Sache oder man trat einem einzelnen Insekt in der Ego-Perspektive von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Dann galt es, die Fühler des Monsters mit gezielten Schüssen abzutreffen, während der Sound-Chip des Amiga sein Letztes gab um mich mit düsteren und vor allem schrägen Moll-Klängen in Gänsehaut-Stimmung zu versetzen.</p>
<p>Auf einer Karte der Stadt konnte man den Helden an alle mögliche Orte schicken: in den Pub, zu einem Labor, zur Presse oder dem Bürgermeister oder auf die umliegenden Farmen. Sogar ein Autokino war vor Ort, wo man regelmäßig auf die Halbstarken traf. Natürlich ging das nicht ohne Messerstecherei oder Hasenfuß-Rennen ab. Ein anderes Minispiel konnte einem den letzten Nerv rauben. Wurde unser Held verletzt, landete er im örtlichen Krankenhaus, wo er das Weite suchen musste. Doch das war leichter gesagt als getan. Dutzende Krankenschwester und Ärzte machten Jagd auf den langsam vor sich hinhumpelnden Patienten.</p>
<h3>Mutig ins Ameisennest</h3>
<p><img  class="alignright size-full" title="It came from the desert" src="http://www.lordsofzock.com/wp-content/uploads/itcamefromthedesert02.jpg" alt="It came from the desert" width="300" height="240" />In Multiple-Choice-Dialogen konnte man den anderen Charakteren, vom tumben Farmer bis zum Polizeichef, Informationen entlocken oder Aufträge geben. Alles, um schließlich innerhalb von 15 Tagen genug Beweise zu finden, die den Bürgermeister schließlich überzeugten, die Armee einzuschalten. Richtig mulmig wurde es, wenn man schließlich ganz allein und nur mit einem Flammenwerfer bewaffnet in einer verlassenen Mine auf das Nest der Ameisen und die Königin stieß. Und ehrlich gesagt, ich weiß nicht mehr, ob ich sie jemals besiegt habe. &#8220;It came from the Desert&#8221; war ganz großes Kino von Cinemaware. Wie wäre es mit einem Remake zum Zwanzigsten?</p>
<p>Download: <span style="text-decoration: underline;"><a title="abandonia.com: &quot;It came from the Desert&quot;" href="http://www.abandonia.com/en/games/136/It+Came+From+The+Desert.html" target="_blank">It came from the desert</a></span></p>
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		<title>Spiele-Klassiker: Time Crisis</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 16:07:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lord Osis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Arcade]]></category>
		<category><![CDATA[Games-Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Lightgun]]></category>
		<category><![CDATA[Time Crisis]]></category>

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		<description><![CDATA[Rasant, blutig, "Time Crisis": Der Arcade-Schlager sollte die Verwendung der Light-Gun in den Spielhöllen revolutionieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.lordsofzock.com/spiele-klassiker-time-crisis"><img  class="alignleft size-full" title="Time Crisis" src="http://www.lordsofzock.com/wp-content/uploads/timecrisis_250b.jpg" alt="Time Crisis" width="250" height="200" /></a>Sonne tanken, Sand im Schuh, aufs Meer blicken, Söldner umlegen. So schön kann Winterurlaub auf den Kanaren sein. Dort war die Hauptattraktion eine Spielhölle mit ihrem Ego-Shooter, der Jahre später für den Spielekonzern Namco Geschichte schreiben sollte. Rasant, blutig, &#8220;Time Crisis&#8221;: Der Arcade-Schlager sollte die Verwendung der Light-Gun in den Spielhöllen revolutionieren.<span id="more-1844"></span></p>
<p>Ich war fünf, als ich zum ersten Mal ein Luftgewehr in Händen hielt. Der verantwortungslose Nachbar, der mich damit rumballern ließ, war ziemlich beeindruckt, was ich doch für ein ruhiges Händchen beim Dosen-vom-Zaun-Schießen bewies. So erinnere ich mich jedenfalls. Ich erinnere mich jedoch nicht an ein Gefühl der Macht, als ich das Gewehr mit Diabolo-Kugeln und Federbolzen bestückte, durchlud und abfeuerte. Auch nicht an Aggression oder den Gedanken, den Lauf auf sich bewegende Ziele richten zu wollen. Das kam erst mit 13, als ich mich herzrasend und adrenalinberauscht im Kugelhagel feindlicher Soldaten wiederfand.</p>
<h3>Real, Nerven aufreibend, blutig</h3>
<p>Das Szenario hatte sich auf Teneriffa abgespielt. Meine Familie war der Weihnachtsstimmung entflohen und wollte Sonne tanken. Der Kunstschnee an den Schaufenstern, die Plastikweihnachtsmänner mit Sonnenbrillen und der Winterschlager &#8220;Feliz Navidad&#8221; in Dauerschleife bei sommerlichen Temperaturen verwandelten die besinnlichen Tage auf der Insel in einen schlechten Witz. Bock auf Familie hatte ich pubertierenderweise ohnehin keine.</p>
<p>Also seilte ich mich noch am ersten Abend ab, um meine Peseten zu verjuchteln. Im Hardrock Café ein T-Shirt mit dem Aufdruck &#8220;Hardrock Café Tenerife&#8221; zu kaufen, war mir zu blöd. Zum Kohle versaufen in selbiger Lokalität war ich zu jung. Zum Leute umlegen nicht. Deshalb habe ich alles in der anliegenden Spielhölle verprasst.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="540" height="437" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/yEyk22Jr8aQ&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="540" height="437" src="http://www.youtube.com/v/yEyk22Jr8aQ&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>In der Spielhölle präsentierte ein Großbildschirm ein zauberhaftes Arcade-Game der alten Schule, Time Crisis. Ein 3D-Rail-Shooter, der mit seiner vierteiligen Serie ein Riesenerfolg für den Spielehersteller Namco werden sollte und zu seiner Zeit sehr real, sehr Nerven aufreibend, sehr blutig daher kam. So etwas hatte ich noch nie gesehen und musste deshalb getestet werden. Münze eingeworfen, die metallene Lightgun gezogen und auf das Ziel gerichtet. Wie man das aus den Actionfilmen gelernt hat. Dann per Ausfallschritt eine seitliche Stellung eingenommen, um den Gegnern möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten und den linken Fuß auf ein Pedal gestellt.</p>
<p>Wenn man auf selbiges trat, sprang das digitale Ego aus seinem Versteck und konnte feuern – oder sich zum Abschuss freigeben lassen. Zog man den Fuß weg, suchte die Spielfigur Deckung und lud die Waffe nach. Zu lange in Deckung gehen hieß sterben, denn es gab immer nur ein paar Sekündchen Zeit, um die feindlichen Horden zu beseitigen. Entweder mit gezielten Kopfschüssen, oder öfter mal kollektiv, wenn die nicht ganz so helle Leibgarde wieder hinter einem Benzinfass Deckung suchte.</p>
<h3>Begeisterte Automaten-Voyeure</h3>
<p>Wie reaktionsschnell ich bei Time Crisis auch wurde, die Zeit war stets knapp bemessen. Ich musste so schnell wie möglich die Turmspitze einer Festung erklimmen, um die gekidnappte Tochter des Präsidenten aus den Klauen fieser Rebellen zu befreien. Jeden Abend suchte ich die kanarische Spielhölle auf, wo sich gelangweilte Jugendliche trafen, um ihr Geld zu verjubeln, aber kein Wort miteinander zu wechseln. Man geht schließlich daddeln, um zu daddeln.</p>
<p>Eine Hundert-Peseten-Münze nach der anderen rasselte in den Automaten. Der Fuß wurde lahm, der Arm taub. Aber dafür lernte ich immer besser, aus welcher Ecke und zu welchem Zeitpunkt immer weniger überraschend die Soldaten auf das Schlachtfeld springen würden. Ich mordete den ganzen Weihnachtsurlaub lang. Ich musste unbedingt das Finale erreichen, die Endbosse killen, die bescheuerte Präsidententochter retten. Und ich wollte vorbeilaufende Kinder schocken.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="540" height="437" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/rHjLiXU13MU&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="540" height="437" src="http://www.youtube.com/v/rHjLiXU13MU&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Nach einiger Zeit beherrschte ich meine Lightgun so gut, dass die Leute sogar stehen blieben, um mein Gemetzel zu verfolgen. Im Sekundentakt ballerte ich die Magazine leer, den Blick immer nur auf die Polygonbanausen gerichtet. Am Levelende gab es immer eine kurze Verschnaufpause. Arme ausschütteln, endlich mal wieder zwinkern, vielleicht auch mal schauen, was außerhalb des Monitors um mich herum passiert.</p>
<p>Neben mir stand eine Mutti mit beachtlicher Leibesfülle – Blümchenbluse, Badeshorts, Bauchtasche, Badeschlappen – vor ihr drei staunende Kinder. Sie grinste breit und sagte: &#8220;Gut gemacht!&#8221; Leute gibt&#8217;s. Soldaten abknallen ist ja die eine Sache, aber das Ganze auch noch offensichtlich gut heißen und dafür Begeisterung zeigen? Ich war doch minderjährig! Wenn das die Killerspiel-Experten von der CSU gesehen hätten.</p>
<h3>Einmal anders feiern</h3>
<p>Tagelang scheiterte ich kläglich an dem blitzschnellen Oberfiesling, der mir seine Messer um oder auch zwischen die Ohren warf. Als ich ihn endlich erwischt hatte, verlieh mir der lang ersehnte Triumph Flügel. Die restlichen Bösewichte abzuräumen war ein Spaziergang. Am Ende gab es eine große Finalsequenz, einen explodierenden Helikopter, eine explodierende Brücke, ein explodierendes Schloss &#8211; und noch mehr explodierende Explosionen.</p>
<p>Ich verließ die Spielhölle voller Glückseligkeit und innerem Frieden. Doch so weit ich mich von dem blinkenden Schlachtfeld auch entfernte: Die Explosionsgeräusche und Farbblitze blieben erhalten. Ein anderer Junge schlurfte aus dem Saal an mir vorbei und nuschelte ein &#8220;Frohes Neues&#8221; in meine Richtung. Am Strand verballerten ein paar Touristen ihre mitgebrachten Aldi-Raketen, Pärchen fielen sich um den Hals und knutschten. Ich hatte bei all dem Leute-Umnieten Silvester verpasst.</p>
<p>Time Crisis auf <u><a title="&quot;Time Crisis&quot; auf arcade-history.com" href="http://www.arcade-history.com/?n=time-crisis&amp;page=detail&amp;id=2903" target="_blank">arcade-history.com</a></u></p>
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		<title>25 Jahre Tetris: eine Hommage</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 09:21:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lord Osis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Casual Games]]></category>
		<category><![CDATA[Tetris]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Es verbreitete sich wie ein Virus aus dem nicht allzu fernen Osten über die Gameboys in unsere Köpfe: Tetris. Wie ein russischer Puzzle-Quatsch seine Spieler in den Bann zog und sich zur unausweichlichen Zwangsgewohnheit entwickelte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.lordsofzock.com/25-jahre-tetris-hommage"><img  class="alignleft size-full" title="Tetris" src="http://www.lordsofzock.com/wp-content/uploads/tetris_screen.jpg" alt="Tetris" width="250" height="150" /></a>Es verbreitete sich wie ein Virus aus dem nicht allzu fernen Osten über die Gameboys in unsere Köpfe: Tetris. Wie ein russischer Puzzle-Quatsch seine Spieler in den Bann zog und sich zur unausweichlichen Zwangsgewohnheit entwickelte.<span id="more-1661"></span></p>
<p>Dim &#8211; didedim &#8211; didedim &#8211; didedim &#8211; didedim &#8211; dedim &#8211; di &#8211; dim-dim-dim. Das ist meine erste Assoziation zu dem wohl suchtgefährdendsten Spiel des digitalen Universums. Ein bisschen mehr Musik anstelle des Rhythmus weckt die Erinnerung erst richtig &#8211; wahlweise die Melodie des berühmten &#8220;Korobeiniki&#8221;, einem uralten russischen Volkstanz, der bei uns eher schnöde als &#8220;Tetris Theme A&#8221; bekannt ist.</p>
<p>Tetris kennt jeder. Aus vier Quadraten (Tetris, tetra, logisch) zusammengesetzte Formen purzeln ein Spielfeld hinab und werden so gedreht und platziert, dass sie horizontale, möglichst lückenlose Reihen bilden, die wiederum bei ihrer Vervollständigung im Austausch gegen ein paar Bonuspunkte aus dem Feld entfernt werden, während die darüber liegenden unvollständigen Reihen nach unten nachrücken und sich so lange stapeln, bis nach oben hin kein Platz mehr ist und der Vorhang fällt. Alles klar.</p>
<p><object width="540" height="437"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/G0LtUX_6IXY&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/G0LtUX_6IXY&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="540" height="437"></embed></object></p>
<p>Auf den ersten Blick war Tetris digitaler Dünnpfiff. Bereits 1985 von Alexei Paschitnow in Moskau erfunden und im Ostblock populär gemacht, lernte ich das Spiel erst ein paar Jahre später kennen, als mir zu Weihnachten ein Gameboy geschenkt wurde. Tetris wurde gratis mitgeliefert. Vielleicht, weil es sonst niemand kaufen wollte, wer weiß.</p>
<p>Ich wollte es jedenfalls nicht, dieses komische Ding ohne Spielanleitung, das auch noch aus Russland kam. Russland, das war für mich das Land des Juri Gagarin und der Puschelmützentänzer, das Land der vertrottelten Bösewichte, die in schlechten US-Actionfilmen immer den Kürzeren zogen &#8211; und nun eben das Land mit den merkwürdigen elektronischen Puzzlespielen, die kein Schwein interessierten.</p>
<h3>Nur Gratisschrott</h3>
<p>Tetris war der schnarchnasige Screensaver, mit dem man nichts anfangen konnte, der ja nicht einmal einen Marktwert hatte. Tetris war nur Beiwerk, den es im Laden nicht zu kaufen gab. Gute Gameboy-Spiele kosteten 49 Mark, bessere 59, so einfach war das. Tetris war gratis. Tetris war Schrott. Und ansonsten nur für eine Sache gut: Es war die Antwort auf &#8220;Zeig mir doch mal, wie dieses neue Nuntunto-Dings funktioniert, Sohn.&#8221; Also ins Kinderzimmer getrabt, die Staubschicht von der Kassette gewischt und den Russenbildschirmschoner eingelegt. Bitteschön, erklärt sich alles von selbst.</p>
<p>Doch zu meiner Überraschung war der werte Papa hellauf begeistert! Spielte mit diesem Puzzlepustekuchen mal eben meine Batterien leer (&#8221;R6&#8243; hießen die früher). Beim nächsten Familientreffen wurde es noch schlimmer: Mein Cousin hatte die gleiche Erfahrung gemacht &#8211; Onkelchen war Tetris-Fan. Die Väter kassierten unsere geliebten grauen Handheld-Konsolen ein, steckten sie mit einem Link-Kabel zusammen und schickten uns auf den Bolzplatz, damit sie sich auf Russisch duellieren konnten. Das durfte doch alles nicht wahr sein. Irgendwo musste der Reiz an diesem Puzzle liegen. Ich hatte nur das passende Teilchen noch nicht finden können.</p>
<p><object width="540" height="437"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/j65vFOVgxPg&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/j65vFOVgxPg&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="540" height="437"></embed></object></p>
<p>Ich entdeckte es erst Jahre später, das Puzzleteil namens &#8220;Chill-Faktor&#8221;. Irgendwann wurde mir klar, dass in der Freizeit nicht immer nur pure Action angesagt ist und man auch mal gemütlich die Zeit totschlagen kann, indem man Steinchen auf Steinchen setzt. Mein Lieblingssteinchen wurde das L. Das richtige L, nicht das spiegelverkehrte. Bei dem habe ich nämlich jedes Mal verpeilt, es in die passende Lücke fallen zu lassen. Besondere Bedeutung hatte natürlich die Stange. Ohne Stange kein &#8220;Tetris&#8221;, also keine mit einem Abwasch entfernte Viererreihe.</p>
<p>Gestohlen bleiben konnte mir das S und das Z. Diese Steine hatten keine Lobby, die waren in etwa so beliebt wie Herpes; strapazierten nur die Nerven, mehr nicht. Niemand hätte sie vermisst, wenn sie von pixeligen Großwildjägern ausgerottet würden. Einfach nur unästhetisch. Da konnte man sich wirklich aufregen, wenn diese verdammten Mistviecher einem die Reihen verbauen, wie sah das denn aus, der kostbare Punktestand, so lange dafür gearbeitet und dann so ein dämliches S oder Z, direkt aus der Hölle auf meinen Schwarz-Weiß-Schirm&#8230;</p>
<h3>Akute Suchtgefahr</h3>
<p>Auf die Entspannung folgte die Sucht. Sucht mit all ihren Begleiterscheinungen: Nur die nächste Tetris-Runde im Kopf, kalter Schweiß auf der Stirn bei Entzug, soziale Verwahrlosung. Doch jede eliminierte Viererreihe löste dann den minimalen Emotionsschub aus, der alles wieder gut machte, von denen ich immer mehr wollte. Kein Problem, Tetris ist ein sehr kurzweiliges Spiel, dauert ja nicht so lange, dachte ich mir. Deshalb konnte man auch so gut noch schnell eine weitere Runde einlegen. Bevor man zum Bus musste, oder die große Schulpause endete, oder das Mittagessen fertig war. Der Sog der Tetris-Manie wuchs unmerklich und schleichend, bis es mich schließlich fest im Griff hatte und es kein Entrinnen mehr gab.</p>
<p>Tetris wurde mein Tick, meine Zwangsgewohnheit. Tetris bei Oma unterm Kaffeetisch, Tetris auf der letzten Bank in der Kirche, Tetris auf dem Klo. Selbst, wenn ich den Gameboy einmal aus der Hand legte: Vor dem geistigen Auge fielen permanent die kleinen Steinchen auf den Boden und stapelten sich dort. Während der Hausaufgaben, beim Fußballtraining, beim Einschlafen. Und immer dieser verfluchte russische Ohrwurm im Kopf. Dim &#8211; didedim &#8211; didedim &#8211; didedim &#8211; didedim &#8211; dedim &#8211; di &#8211; dim-dim-dim &#8230;</p>
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		<title>Games-Klassiker: North &amp; South</title>
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		<pubDate>Sun, 31 May 2009 19:53:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lord X</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[North & South]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Yankees vs. Südstaatler: "North &#038; South" brachte vor fast 20 Jahren die Schlachtfelder des amerikanischen Bürgerkrieges in unsere Kinderzimmer. Dabei verband es Strategie, Action und Witz in einer bunten Comicwelt und wurde so zu einem der spaßigsten Kriegsspiele der 90er Jahre.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.lordsofzock.com/games-klassiker-north-and-south"><img  class="alignleft size-full" title="North &#038; South" src="http://www.lordsofzock.com/wp-content/uploads/northandsouth1.jpg" alt="North &#038; South" width="300" height="188" /></a>Yankees vs. Südstaatler: &#8220;North &amp; South&#8221; brachte vor fast 20 Jahren die Schlachtfelder des amerikanischen Bürgerkrieges in unsere Kinderzimmer. Dabei verband es Strategie, Action und Witz in einer bunten Comicwelt und wurde so zu einem der spaßigsten Kriegsspiele der 90er Jahre.<span id="more-1556"></span></p>
<p>Stundenlang kämpfte ich mit meinem Bruder Anfang der 90er Jahre Schlachten auf dem Amiga, bei denen ich im wahren Leben locker den Kürzeren gezogen hätte. Schließlich war ich der Kleinere von uns beiden. Doch in der virtuellen Welt bedeutet reelle Größe nichts. Das wissen wir spätestens seit Second Life. Auf dem Amiga konnte jedoch schon der Joystick alles entscheidend sein. Wer das Keyboard benutzen musste, hatte die Arschkarte gezogen. Immer. Denn nur wer seine Kavallerie mit dem Joystick steuern konnte, mähte mühelos die Kanonen, Pferde und Infanterie des Gegners nieder. Keyboard? Pferde? Infanterie? Hä?</p>
<p>Noch mal von vorn: <span style="text-decoration: underline;"><a title="&quot;North &amp; South&quot; by Moby Games" href="http://www.mobygames.com/game/amiga/north-south" target="_blank">&#8220;North &amp; South&#8221;</a></span>, der Geniestreich von Infogrames, etablierte sich seit 1989 auf Amiga und Atari als Vorläufer der heutigen Echtzeit-Strategie-Spiele &#8211; und das mit Spaßfaktor 1000. Dabei waren Plot und Ziel des Spiels gar nicht so lustiger Natur. Es ging um den amerikanischen Bürgerkrieg von 1860 bis 1864, Union gegen Konföderation, Yankees gegen Südstaatler, Nord gegen Süd. Gewonnen hatte &#8211; wie soll es anders sein &#8211; wer es schaffte, die gegnerischen Truppen niederzumachen. Plump war das Spiel deswegen noch lang nicht. Liebe zum Detail und eine ordentliche Portion Ironie sorgten für ein immenses Suchtpotenzial.</p>
<p><object width="540" height="437"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/CHcoemBuUZ0&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/CHcoemBuUZ0&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="540" height="437"></embed></object></p>
<p>Strategisch wurden die Truppen von den Spielern auf einer Karte ähnlich bewegt wie beim Brettspiel Risiko. Trafen zwei Armeen aufeinander, krachte es auf dem Schlachtfeld gewaltig. Die Blicke, die mein Bruder und ich uns kurz vor dem Scharmützel zuwarfen, waren eindeutig: &#8220;Dich mach ich platt!&#8221; Mit sich gegenüber stehenden Kanonen, säbelschwingender Kavallerie und einer verbissenen Infanterie wurde geschossen, geritten und herumgerannt. Das Ganze sah dabei nicht nur comicmäßig aus, sondern klang mit seinen Cartoon-Soundeffekten auch wie Krieg in Disneyland. Nicht grundlos, war das Spiel in seiner Optik und Thematik doch am französischen Comic <u><a title="Les Tuniques Bleues: die offizielle Website" href="http://www.tuniques-bleues.com" target="_blank">Les Tuniques Bleues</a></u> (&#8221;Die blauen Boys&#8221;) der Zeichner Willy Lambil und Raoul Cauvin angelehnt.</p>
<p><img  class="alignright size-full" title="North &#038; South" src="http://www.lordsofzock.com/wp-content/uploads/northandsouth4.jpg" alt="North &#038; South" width="300" height="188" />Richtig hitzig wurde es vor dem Monitor, wenn man in kleinen Jump&#8217;n'Run-Einlagen versuchte, dem Gegner sein Gold für neue Armeen abzuluchsen. Bei Überfällen auf seine Forts und Eisenbahnen kämpfte man nicht nur gegen eine tickende Uhr und den sich verteidigenden Gegner, sondern auch gegen jede Menge Dynamit und bissige Hunde. Als wenn das nicht schon genug wäre, konnten einem auch noch schlechtes Wetter, wütende Indianer und Bomben werfende Mexikaner auf die Nerven gehen.</p>
<p>Und immer, wirklich immer, wenn ich kurz vor dem Sieg stand, hörte ich meinen Bruder sagen: &#8220;Du lässt mich jetzt gewinnen!&#8221;. Dann zählte er: &#8220;Eeeeins, zweeeeei&#8230;.&#8221; &#8211; spätestens bei drei tat mir die Schulter weh. Da half es auch nicht, den Joystick zu haben. (Von Thorsten Scheimann)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Abandonia: North &amp; South" href="http://www.abandonia.com/en/downloadgame/262" target="_blank">Das Spiel downloaden</a></span></p>
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		<title>Games-Klassiker: Grand Prix Circuit</title>
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		<pubDate>Sun, 24 May 2009 20:24:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lord Honk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Grand Prix Circuit]]></category>
		<category><![CDATA[Rennsimulation]]></category>

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		<description><![CDATA["Die ultimative Fusion von Auto und Fahrer. Erlebe die Kraft. Die Leidenschaft. Die Leistung." Die Rückseite der Packung versprach viel - und konnte es auch halten. Mit Rennautos hatte ich zwar nicht viel am Hut, interessierte mich nur mäßig für die Formel-1-Manie meines Bruders. Doch Grand Prix Circuit war anders. Auf einmal konnte ich nicht nur zuschauen, sondern die Strecken aus dem Fernsehen auch selbst fahren - so wie Gerhard Berger, Alain Prost oder der große Ayrton Senna.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.lordsofzock.com/games-klassiker-grand-prix-circuit"><img  class="alignright size-full" title="Grand Prix Circuit" src="http://www.lordsofzock.com/wp-content/uploads/gpc3.jpg" alt="Grand Prix Circuit" width="300" height="188" /></a>&#8220;Die ultimative Fusion von Auto und Fahrer. Erlebe die Kraft. Die Leidenschaft. Die Leistung.&#8221; Die Rückseite der Packung versprach viel &#8211; und konnte es auch halten. Mit Rennautos hatte ich zwar nicht viel am Hut, interessierte mich nur mäßig für die Formel-1-Manie meines Bruders. Doch Grand Prix Circuit war anders. Auf einmal konnte ich nicht nur zuschauen, sondern die Strecken aus dem Fernsehen auch selbst fahren &#8211; so wie Gerhard Berger, Alain Prost oder der große Ayrton Senna.<span id="more-1422"></span></p>
<p>Naturgemäß war mir mein Jahre älterer Bruder in sämtlichen Spielen überlegen &#8211; bis der Computer kam. Von seinen Kumpels aus der Schule brachte er Spiele mit nach Hause, darunter auch Grand Prix Circuit. Zu Beginn hatte ich keine Chance, &#8211; &#8220;wer bremst, verliert&#8221;, spottete er über meine vorsichtige Fahrweise &#8211; aber ich witterte trotzdem eine. Stunde um Stunde, Tag um Tag verbrachte ich damit, die Formel-1-Strecken zu üben. Der Ehrgeiz trieb mich. Im zeitversetzten Familienduell fuhren wir immer wieder dieselben Strecken: Brasilien, Monaco, Japan &#8211; und natürlich Italien. Am Ende war es seine letzte Bastion. Er hatte eine scheinbar unerreichbare Zeit aufgestellt, die ich unbedingt schlagen wollte.</p>
<p>Grand Prix Circuit bietet drei verschiedene Wagen: Ferrari, Williams und McLaren. Mein Familienkonkurrent fuhr als Ferrari-Fan selbstredend nur die roten Boliden. Da er aber bereits in der Pubertät und ich vier Jahre jünger war, hatte ich einen klaren Zeitvorteil. Denn das Hauptinteresse meines Bruders lag schon längst beim anderen Geschlecht, Parties und was dazu gehört. Ich dagegen übte und übte am PC, entdeckte auf allen Kursen die Ideallinie &#8211; und schlussendlich auch das entscheidende Detail.</p>
<p><object width="540" height="437" data="http://www.youtube.com/v/UiTWIDbD8Q4&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/UiTWIDbD8Q4&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Der McLaren hatte zwar nicht die Bodenhaftung des Ferrari, dafür aber die besten Beschleunigungs- und Endgeschwindigkeitswerte. Der Williams war genau dazwischen, er war mittelmäßig schnell, hatte mittelmäßige Bodenhaftung, die Beschleunigung war auch unspektakulär &#8211; und deshalb auch mittelmäßig reizvoll zu fahren. Monza ist ein Kurs mit vielen Geraden, auf denen die Höchstgeschwindigkeit eine wichtige Rolle spielt. Also fiel die Wahl auf McLaren.</p>
<p><a href="http://www.lordsofzock.com/gamer-film"><img  class="alignright size-full" title="Grand Prix Circuit" src="http://www.lordsofzock.com/wp-content/uploads/gpc2.jpg" alt="Grand Prix Circuit" width="300" height="188" /></a>Die Kunst war es, mit dem Wagen optimal die Kurven anzufahren, und sich im entscheidenden Moment auch mal mit klirrenden &#8211; &#8220;quietschend&#8221; wäre bei der Qualität des Sounds maßlos übertrieben &#8211; Reifen aus der Kurve driften zu lassen. Ich jubelte schon, als ich die aktualisierte Rekordliste auf dem Bildschirm sah und dann stolz präsentierte. Doch mein Bruder hatte noch ein Ass im Ärmel: &#8220;Du hattest ja auch das schnellere Auto. Schlag&#8217; mich im Ferrari, dann hast du gewonnen.&#8221; Eine Frechheit. Und weitere Motivation.</p>
<p>Es gab nur eine weitere Einstellung, an die wir uns bislang nicht heran getraut hatten: Die manuelle Gangschaltung. Geschickt eingesetzt &#8211; wie alles andere nur über die Tastatur gesteuert &#8211; brachte das mehrere Sekunden. Vorausschauend schaltend waren vor allem die Kurven wesentlich schneller zu durchfahren. Aus der Kurve zu rutschen kostete Zeit, denn während des Schlitterns war Beschleunigung nicht möglich. Plötzlich purzelten alle Rekorde, auch der italienische. Das Gebot hieß also: Wer rutscht, verliert. Die Bastion meines Bruders war gefallen &#8211; ich triumphierte.</p>
<p>Download: <u><a title="&quot;Grand Prix Circuit&quot; downloaden" href="http://www.abandonia.com/en/games/1024/Grand+Prix+Circuit.html" target="_blank">Grand Prix Circuit</a></u></p>
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		<title>Games-Klassiker: Bundesliga Manager Hattrick</title>
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		<pubDate>Sun, 17 May 2009 08:32:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lord X</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga Manager Hattrick]]></category>
		<category><![CDATA[Games-Klassiker]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Handling, Features und Grafik spielte die Fußballsimulation "Bundesliga Manager Hattrick" in der Königsklasse. Dafür gab ich gerne ein Stück Jugend her - zumindest bis zum Absturz.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.lordsofzock.com/games-klassiker-bundesliga-manager-hattrick"><img  class="alignright size-full wp-image-1207" title="Bundesliga Manager Hattrick" src="http://www.lordsofzock.com/wp-content/uploads/2009/05/blm.jpg" alt="Bundesliga Manager Hattrick" width="300" height="240" /></a>Mit Handling, Features und Grafik spielte die Fußballsimulation &#8220;Bundesliga Manager Hattrick&#8221; in der Königsklasse. Dafür gab ich gerne ein Stück Jugend her &#8211; zumindest bis zum Absturz.<span id="more-1201"></span></p>
<p>Eigentlich sollte ich längst Ehrenmitglied des SV Meppen sein. Führte ich den Traditionsverein doch aus der zweiten Liga zur deutschen Meisterschaft und schaffte gar den Europokalsieg. Kein Generalsgehabe, kein Kokainkonsum, kein Mauerfußball: Ich war der perfekte Trainer. Und nicht nur das: Als Geschäftsführer habe ich die Jugend gefördert, den Stadionausbau forciert und Transferverhandlungen geführt.</p>
<p>Privilegierter als Felix Magath beim VFL Wolfsburg, erfolgreicher als Ottmar Hitzfeld mit Bayern München. Ich war so eine Art José Mourinho des deutschen Fußballs. Und dann kam der Absturz. Computerabsturz! Meine Festplatte hatte den technischen Freitod gewählt und mit stotterigem Getöse den Dienst quittiert. Aus und vorbei! Innerhalb weniger Sekunden war die wohl erfolgreichste Bundesliga-Manager-Simulation der deutschen Software-Geschichte für mich gestorben.</p>
<p><img  class="alignleft size-full wp-image-1210" title="Bundesliga Manager Hattrick" src="http://www.lordsofzock.com/wp-content/uploads/2009/05/blm2.jpg" alt="Bundesliga Manager Hattrick" width="300" height="223" />Nun saß ich in meinem Zimmer, vor mir ein stillgelegter Rechner, um mich herum ein Haufen 90er-Utensilien: &#8220;2 Unlimited&#8221;-Alben, eine Cola-Dosenpyramide, ein &#8220;Guns &#8216;n&#8217;Roses&#8221;-Wallpaper. Die einzigen Fußballstars in diesem Raum fanden sich jetzt auf meinen Cola-Dosen. Alle anderen Kicker waren in die Tiefen des schwarzen Bildschirms gesogen worden. Ein durchaus einschneidender Moment meiner Jugend, denn fortan hing ich meine Trainerkarriere an den Nagel. Zu tief saß die Enttäuschung über die Unwägbarkeiten des Geschäfts: Erfolge wurden zu schnell vergessen, Karrieren zu abrupt beendet. Bundesliga Manager Hattrick war ein ebenso intensiver wie vergänglicher Teil meiner Jugend. (Von Daniel Wehner)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Fan-Seite zu &quot;Bundesliga Manager Hattrick&quot;" href="http://www.managerspiele.net/indexbmh.htm" target="_blank">Fan-Seite zu &#8220;Bundesliga Manager Hattrick&#8221;</a></span></p>
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		<title>Games-Klassiker: Moonstone</title>
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		<pubDate>Sun, 10 May 2009 07:54:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lord X</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Amiga]]></category>
		<category><![CDATA[Games-Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Moonstone]]></category>

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		<description><![CDATA["Moonstone" war umstritten. Zu blutig, so lautete das Urteil der deutschen Öffentlichkeit anno 1992. Die Folge: In Deutschland wurde das Ritterspiel indiziert. Dennoch gehört es auf die Liste der Klassiker.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.lordsofzock.com/games-klassiker-moonstone/"><img  class="alignleft size-full wp-image-1124" title="Moonstone" src="http://www.lordsofzock.com/wp-content/uploads/2009/05/moonstone_small2.jpg" alt="Moonstone" width="300" height="188" /></a>&#8220;Moonstone&#8221; war umstritten. Zu blutig, so lautete das Urteil der deutschen Öffentlichkeit anno 1992. Die Folge: In Deutschland wurde das Ritterspiel indiziert. Dennoch gehört es auf die Liste der Klassiker.<span id="more-1105"></span></p>
<p>So simpel die Handlung von &#8220;Moonstone &#8211; A Hard Days Knight&#8221; auch ist: Sie funktioniert. Spannend, heroisch, bescheuert. So packt man einen pubertierenden Jugendlichen. Mit mächtigen Druiden, die dich als einen von vier Rittern auserkoren haben, um den Moonstone zu finden. Denn &#8211; wie könnte es anders sein &#8211; nur der Stein kann die Welt vor einem düsteren Schicksal retten. Auf der Suche nach dem Stein muss die Landkarte erkundet, die Ausrüstung verbessert, die Kampftechnik verfeinert werden. Immer wieder stößt man auf fiese Langhaarmonster, einhörnige Löwen oder verfeindete Ritter.</p>
<p><object width="540" height="437" data="http://www.youtube.com/v/PLMFybclOJM&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/PLMFybclOJM&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Zugegeben, in diesen für die eine oder andere Seite konsequent tödlich endenden Auseinandersetzungen fehlt es nicht an Pixelblut. Doch wo Ritter sind, da fließt auch Blut, das sollte kein Geheimnis sein. Und was den pädagogischen Wert angeht: Ich war immerhin auserwählt, ein Teil der minimierten Tafelrunde und auf der Suche nach dem heiligen Gral. Kein krötiger Hero Turtle, kein kolorierter Power Ranger, sondern ein kerniger Vorzeigeheld der alten Schule: massive Stahlrüstung, stichfestes Kettenhemd, modisch unifarbenes Cape. Und wenn man ihn nicht samt Kopf im Kampf verloren hatte, besaß man einen wirklich schmucken Helm mit plüschigem Federschmuck.</p>
<p>Zu behaupten, das Spiel sei lehrreich und fördere das Sozialverhalten, wäre wohl etwas über&#8217;s Ziel hinausgeschossen. Doch der Spaßfaktor ist eindeutig vorhanden. Schließlich kann man neben der Schatzsuche und den Kampfszenarien auch Glücksspiel betreiben. Beim Würfeln mein gesamtes Ritter-Hab und Gut zu verdaddeln , war zwar nicht immer allzu heiter. Doch was gibt es Schöneres als ein gelungenes Comeback. (Von Daniel Wehner)</p>
<p>Download: <span style="text-decoration: underline;"><a title="Download: Moonstone" href="http://www.abandonia.com/en/games/153/Moonstone+-+A+Hard+Days+Knight.html" target="_blank">&#8220;Moonstone &#8211; A Hard Days Knight&#8221;</a></span> (Mindscape, Amiga: 1991, PC: 1992)</p>
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		<title>Games-Klassiker: StarCraft &#8211; die Königin der Echtzeitstrategie</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 20:55:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lord X</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Echtzeitstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[Games-Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[StarCraft]]></category>

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		<description><![CDATA[Er hat mich nicht gesehen! Still und heimlich schwebt mein Transportschiff am äußersten Kartenrand an der gegnerischen Verteidigung vorbei. Zum Glück hat mein Gegner noch keine Aufklärungstürme gebaut. So kann ich ungesehen meine drei Schattenkrieger ausladen – die todbringenden Dark Templar. Was nun folgt ist eine wahre Freude – zumindest für mich. In aller Ruhe zerlegen meine Kämpfer die Arbeiter des Gegners. Vom Couchtisch gegenüber dringen wüste Beschimpfungen zu mir herüber und lassen ein unverholen schadenfrohes Grinsen auf meinem Gesicht entstehen. StarCraft ist ein großartiges Spiel – besonders, wenn man es gegen seine Freunde zockt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.lordsofzock.com/starcraft-games-klassiker"><img  class="alignleft size-full wp-image-1006" title="StarCraft" src="http://www.lordsofzock.com/wp-content/uploads/2009/05/starcraft_300.jpg" alt="StarCraft" width="300" height="225" /></a>Er hat mich nicht gesehen! Still und heimlich schwebt mein Transportschiff am äußersten Kartenrand an der gegnerischen Verteidigung vorbei. Zum Glück hat mein Gegner noch keine Aufklärungstürme gebaut. So kann ich ungesehen meine drei Schattenkrieger ausladen – die todbringenden Dark Templar. Was nun folgt ist eine wahre Freude – zumindest für mich. In aller Ruhe zerlegen meine Kämpfer die Arbeiter des Gegners. Vom Couchtisch gegenüber dringen wüste Beschimpfungen zu mir herüber und lassen ein unverholen schadenfrohes Grinsen auf meinem Gesicht entstehen. <span style="text-decoration: underline;"><a title="StarCraft: die Website zum Spiel" href="http://eu.blizzard.com/de/starcraft" target="_blank">StarCraft</a></span> ist ein großartiges Spiel – besonders, wenn man es gegen seine Freunde zockt.<span id="more-994"></span></p>
<p>Wie in den großen Vorgängern Command &amp; Conquer und Warcraft 2 (beide 1995) – quasi die Urväter der Echtzeitstrategie – geht es auch bei &#8220;StarCraft&#8221; darum, Ressourcen zu ernten, Gebäude und Einheiten zu bauen und dem Gegner auf die Mütze zu hauen. Egal ob als kaltschnäuziger Terraner, schleimiger Zerg oder hightech-gerüsteter Protoss &#8211; alle drei Völker spielen sich völlig unterschiedlich.</p>
<h3>Drei Völker, unzählige Taktiken</h3>
<p>Protoss-Einheiten sind sehr teuer, hauten dafür aber rein wie Seuche. Als Zerg kann man schnell viele Mineralien abernten und somit wahre Horden von stacheligen Kreaturen heranzüchten. Die Terraner sind wahre Meister der Verteidigung und können sich in ihren Basen mit Raketentürmen und Bunkeranlagen einigeln – was ganz nebenbei auch ihr größter Nachteil ist, weil man beim Aufbau der Verteidigung öfters die eigenen Angriffsbemühungen vergisst. Immer wieder lassen sich neue Taktiken und entsprechende Abwehrmaßnahmen finden. Die Balance zwischen den Völkern wurde vom Entwicklerstudio Blizzard in etlichen Patches immer feiner ausjustiert.</p>
<p><object width="540" height="437" data="http://www.youtube.com/v/r4ijwtGCaRg&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/r4ijwtGCaRg&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Schon der Einzelspielmodus war wegen der stimmig angelegten Story (die zugegeben zum Ende hin etwas zerfaserte) eine wahre Freude. Doch seinen Suchtfaktor bekam das Spiel erst durch die Möglichkeit, es gegen andere Menschen zu spielen. In Zeiten, in denen Flatrate-Internetanschlüsse noch nicht die Regel waren, geschah das zumeist auf Netzwerk-Sessions. Hatte ich erstmal meinen klobigen 17 Zoll-Monitor samt Rechner zu einem Freund gekarrt, konnte es losgehen. Ich kenne kein Spiel, das so zuverlässig lief wie StarCraft. Auch auf den ältesten und störungsanfälligsten PCs musste nur das Netzwerkkabel eingesteckt werden und los ging es.</p>
<h3>&#8230;und nach dem Schlachten noch das Replay</h3>
<p>StarCraft-Spiele gegen Freunde waren immer emotional. Nach einer gewonnenen Schlacht produzierte mein Körper die Endorphine kübelweise. Der bezwungene Gegner war Beweis dafür, dass meine Taktik besser, mein strategisches Können größer war. Bei Niederlagen hingegen hatte ich stets das Gefühl, wahlweise in meinen Bildschirm oder in das Siegerlächeln meiner Gegner schlagen zu wollen. Kollektiv versammelte man sich nach so einem Spiel vor dem größten Bildschirm und schaute sich noch einmal das Gemetzel in der Wiederholung an, diskutierte über die verwendeten Strategien und überlegte, wie man diese noch verfeinern könnte.</p>
<p><object width="540" height="437" data="http://www.youtube.com/v/wmSnbyKPcmI&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/wmSnbyKPcmI&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Tatsächlich ist die Frage berechtigt, ob StarCraft als &#8220;Klassiker&#8221; gelten kann – schließlich wird es immer noch von Millionen Usern weltweit übers Internet gespielt. In Südkorea hat es sogar den Rang eines Nationalsports: Große Turniere werden im Fernsehen übertragen und den Gewinnern winken mehrere Tausend Euro Preisgeld. Diese ungebrochene Popularität kann einen vergessen lassen, dass StarCraft schon gute zehn Jahre alt ist und auf einem Pentium 90 mit 16 Megabyte RAM lief. Wenn Stalker- und Crysis- verwöhnte Augen die grobpixelige Auflösung von 640&#215;480 wahrnehmen, trifft ein leichter Schmerz die Netzhaut. Man kann also durchaus von einem leicht antiquierten Charme sprechen. Nichts desto trotz: Auch wenn der Nachfolger StarCraft 2 in Kürze veröffentlicht werden soll, ich werde Fan vom ersten Teil bleiben! (Von Moritz Leetz)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="StarCraft: die Website zum Spiel" href="http://eu.blizzard.com/de/starcraft" target="_blank">Die Website zum Spiel</a></span></p>
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		<title>Games-Klassiker: Minesweeper &#8211; Zeitverschwendung für Zeitverschwender</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 08:15:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lord Osis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Games-Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
		<category><![CDATA[Minesweeper]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit nunmehr 15 Jahren können Langweiler und Versager ihr Leben komplett den Bach runter gehen lassen. Dank Microsoft, das ein furchtbares Koma-Daddel-Programm in sein Betriebssystem geschleust hat: Minesweeper. Die armseligsten Minenräumer blamieren sich auf der bemitleidenswertesten Bestenliste der Welt - und um die ganze Sinnlosigkeit noch dick zu unterstreichen, gibt es einen Cheat oben drauf, der das "Spiel" in sich selbst auflöst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.lordsofzock.com/games-klassiker-minesweeper"><img  class="alignright size-full wp-image-781" title="Minesweeper" src="http://www.lordsofzock.com/wp-content/uploads/2009/04/minesweeper_small2.jpg" alt="Minesweeper" width="300" height="300" /></a>Seit nunmehr 17 Jahren können Langweiler und Versager ihr Leben komplett den Bach runter gehen lassen. Dank Microsoft, das ein furchtbares Koma-Daddel-Programm in sein Betriebssystem geschleust hat: Minesweeper. Die armseligsten Minenräumer blamieren sich auf der bemitleidenswertesten Bestenliste der Welt &#8211; und um die ganze Sinnlosigkeit noch dick zu unterstreichen, gibt es einen Cheat oben drauf, der das &#8220;Spiel&#8221; in sich selbst auflöst.<span id="more-764"></span></p>
<p>Es gibt tatsächlich ein paar Dinge in meinem Leben, auf die ich, Lord Osis, stolz bin. Ich habe zum Beispiel das Glück, viele meiner Hobbys in meinen Beruf einfließen lassen zu können. Außerdem schlage ich mich in den meisten Ballsportarten ganz gut. Ganz nebenbei habe ich noch einen Lieblingsmenschen gefunden, mit dem ich alt werden möchte. Und ich schaffe Minesweeper im Beginner-Modus in sechs Sekunden.</p>
<p>Auf ein paar Sachen bin ich dagegen ganz und gar nicht stolz. Einmal habe ich den Lautstärkeregler des Autoradios mit dem Lenkrad verwechselt und so Papas Karre im Straßengraben geparkt. Der Sound war trotzdem gut. Und ich habe mein Chemie-Abitur vergeigt, so schlecht wie kein anderer. Auf einer Party war ich einmal so betrunken, dass ich in der vierten Etage vom Balkon gereihert habe. Und ich schaffe Minesweeper in sechs Sekunden.</p>
<p><object width="540" height="437" data="http://www.youtube.com/v/LHY8NKj3RKs&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/LHY8NKj3RKs&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Bei Minesweeper – der Name verrät es schon – räumt man Minen. Nicht in den Krisengebieten der Welt, wo Angst und Schrecken herrscht, sondern in Microsoft Windows, auf einem harmlosen Pixelfeld, Start/Programme/Spiele/Minesweeper, schon ist man dort – so harmlos und einfach, dass es selbst die Abgeordneten der CSU auf ihren Rechnern haben dürfen.</p>
<p>Durch logisches Denken gilt es in dem Spiel herauszufinden, hinter welchen Feldern Minen versteckt sind. Eine Stoppuhr stellt den Minensucher dabei vor die eigentliche Herausforderung: Sei schnell, ohne in Panik zu geraten. Möglichst fix müssen alle Felder aufgedeckt werden, hinter denen keine Minen verborgen sind, derweil die Minenfelder mit einem warnend wedelnden Wimpel markiert werden können. Wer cool ist, betreibt &#8220;Non-Flagging&#8221; und umgeht die Minen gekonnt ohne wehende Gedächtnisstütze. Felder, die vermint sind, machen bumm; unverminte Felder geben Auskunft, wie viele Minen sich in unmittelbarer Umgebung befinden. Wie im richtigen Leben also.</p>
<h3>Verbotener Sweeper-Stolz</h3>
<p>Die Minenfelder können in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen geräumt werden: Anfänger spielen auf einem acht mal acht Felder großem Terrain mit zehn Minen, Fortgeschrittene müssen vierzig Minen auf einem vier mal größeren Spielfeld finden, Profis wagen sich auf einen Todessektor mit 16 mal dreißig Feldern, wo hochexplosive 99 Sprengfallen darauf warten, fahrlässig aktiviert zu werden.</p>
<p>Wie bereits erwähnt, das Beginnerfeld löse ich in sechs Sekunden. Fortgeschritten in 27 Sekunden, den Profi-Modus in 84 Sekunden. Das ist gut. Ziemlich gut. Im Vergleich zur Welt-Elite gar nicht mal schlecht. Andererseits doch schlecht. Denn: Darf man stolz darauf sein, Minesweeper zu können?</p>
<p>Nein, darf man nicht. Wer Minesweeper kann, ist doof. Wer in der offiziellen Minesweeper-Bestenliste steht, bemitleidenswert. Computerspiele werden gespielt, weil sie Spaß machen. Minesweeper macht keinen Spaß. Das spielt man, wenn man mit seinem Leben längst abgeschlossen hat. Je minesweeper, desto Pickel und Karohemd. Wirst du eine Sekunde schneller, nimmst du zwei Kilo zu und verlierst drei Freunde. So läuft das, wenn man am PC trainiert und sich vom Windows-Zeitklo in Beschlag nehmen lässt.</p>
<p><object width="540" height="437" data="http://www.youtube.com/v/oQ9iEDMLZpw&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/oQ9iEDMLZpw&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Damals, als ich noch Freunde hatte, schauten die mir immer ungläubig über die Schulter, wenn ich rasend Minen räumte. &#8220;Das hast du jetzt aber erraten! Das war Glück, das konntest du gar nicht wissen!&#8221; Nix Glück, sondern Skill. Irgendwann erreicht man den Punkt, an dem man in die Tiefen der Minesweeper-Matrix eintaucht. Das System durchschaut. Die bedrohliche Aura der Minen im rechten Zeigefinger spürt, wenn man nur ganz sacht mit der Mouse über die Felder fährt. Nur bringen tut&#8217;s rein gar nix. Einer sinnfreieren Zeitverschwendung kann man wohl kaum fröhnen.</p>
<p>Für alle, die noch nicht in der Matrix sind, ihr Leben aber trotzdem sinnlos vor dem Rechner versaubeuteln wollen – hier ein nützlicher Cheat: Alle Programme schließen, Minesweeper öffnen. Dann die Buchstabenfolge &#8220;xyzzy&#8221; auf der Tastatur eingeben und Shift gedrückt halten, bis oben rechts am Bildschirm der Pixel in der Ecke weiß wird. Für Spieler mit weißen Desktop-Bildern ist dieser Cheat nicht ganz so hilfreich, noch weißer kann der Pixel ja schlecht werden. Für die anderen dient der weiße Pixel aber als Minenfrühwarnsystem: Fährt man mit der Mouse über ein vermintes Feld, dann verschwindet der weiße Pixel. So lassen sich die verbliebenen Nerd-Freunde auch ohne jahrelanges Training beeindrucken.</p>
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		<title>Games-Klassiker: Winter Games &#8211; Dabeisein war alles</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 20:43:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lord Akim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[C64]]></category>
		<category><![CDATA[California Games]]></category>
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		<description><![CDATA[In Peking beginnen die Olympischen Sommerspiele. Na super! Wer bitteschön hat noch Bock auf diesen Mix aus Doping, Zensur und langweiligen Randsportarten? Lord Akim jedenfalls nicht - er denkt lieber zurück an den olympischen Computerspiel-Klassiker "Winter Games" (Epyx 1986).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.lordsofzock.com/games-klassiker-winter-games-dabeisein-war-alles"><img  class="alignright size-full wp-image-482" title="Winter Games" src="http://www.lordsofzock.com/wp-content/uploads/2009/04/wintergames_small.jpg" alt="Winter Games" width="300" height="180" /></a>In Peking gab es letztes Jahr die tollen Olympischen Sommerspiele. Na super! Wer bitteschön hat noch Bock auf diesen Mix aus Doping, Zensur und langweiligen Randsportarten? Lord Akim jedenfalls nicht &#8211; er denkt lieber zurück an den olympischen Computerspiel-Klassiker &#8220;Winter Games&#8221; (Epyx 1985). <a href="http://technorati.com/claim/9hcfp88d6p" rel="me">Technorati Profile</a><span id="more-480"></span></p>
<p>In den Achtzigern leuchtete der olympische Geist noch hell und klar. Zumindest bei uns Computerspiel-Freaks in Emmendingen, einer badischen Kleinstadt. Es war die große Zeit der Commodore-Computer. Der C64 galt damals mit seinem massiven 64-Kilobyte-Arbeitsspeicher als technisches Wunderwerk. Nicht jedem war vergönnt, einen dieser High-End-Rechner zu besitzen. Mein Klassenkamerad Thorsten besaß einen noch viel tolleren C128 und war damit in unseren Augen der Gralshüter des Fortschritts. Wie Eisenspäne um einen Magneten versammelten wir uns jeden Tag nach der Schule um seinen Commodore. Dann wurde gezockt.</p>
<p>Ich habe bereits den olympischen Geist erwähnt. Das Spiel <span style="text-decoration: underline;"><a title="Winter Games" href="http://www.c64-wiki.de/index.php/Winter_Games" target="_blank">&#8220;Winter Games&#8221;</a></span> pflanzte ihn uns tief in unsere jungen Herzen. Dieses Stückchen Software bot einfach alles: Spannung, sportliche Höchstleistungen und eine spektakuläre 16-Farben-Grafik. Bis zu acht (!) Spieler konnten teilnehmen &#8211; eine Zahl, die in etwa der Quadratmeterfläche von Thorstens Kinderzimmer entsprach. Während unser Gastgeber mit zitternder Hand die Fünfeinviertel-Zoll-Diskette ins knarzende Laufwerk schob, machten wir Kombattanten uns mental bereit für den spielerischen Härtetest: acht Disziplinen, eine schwerer als die andere. Aber es winkte Gold.</p>
<p><object width="540" height="437" data="http://www.youtube.com/v/Eo7zQHhEpmo&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Eo7zQHhEpmo&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Wir standen fast auf unseren Sitzen, während auf dem Bildschirm ein Männlein im lila Strampelanzug eine breite Treppe hinaufsportelte und oben mit feierlicher Geste das olympische Feuer entzündete. Fünf weiße Friedenstauben stiegen in den winterklaren Himmel empor! Dann ging es endlich los. Meine Lieblingsdisziplin war Biathlon &#8211; eine Sportart, die im öffentlichen Bewustsein der Achtziger etwa so viel galt wie Pilzesuchen auf Schlittschuhen. Mich jedoch faszinierte das Gleiten durch die malerische Winterlandschaft. In der Statusleiste zeigte ein Herz bubbernd den Puls. Beim folgenden Schießen war dann &#8220;hökschte&#8221; Präzision erforderlich &#8211; sonst nützte die beste Laufzeit nichts. Selbst in der beschönigenden Rückschau war Biathlon die einzige von acht &#8220;Winter Games&#8221;-Disziplinen, in der ich jemals etwas gewonnen habe.</p>
<p>Mit Grauen hingegen erinnere ich mich an das Skispringen. Mir war überhaupt nicht klar, wie man das Männchen dazu bringen konnte, halbwegs gerade in der Luft zu bleiben. Logische Folge: Bruchlandung und null Punkte. So würde ich nie ein echter Jens Weissflog werden &#8211; der DDR-Springer hatte zwei Jahre zuvor in Sarajevo Gold geholt. Ich aber: pardauz! Sport kann ja so grausam sein.</p>
<h3>Wild fuchteln reicht auch</h3>
<p>In den restlichen Disziplinen war ich gutes Mittelmaß. Das war allerdings zu wenig, um Lokalmatador Thorsten, der unfairerweise Tag und Nacht üben konnte, in die Schranken zu weisen. Rodeln, Bob, Abfahrt, Eistanz und Eisschnelllauf &#8211; Gold war stets vergeben. Unberechenbar und deshalb beliebt war das &#8220;Freestyle Skiing&#8221;: Hier konnte auch ein blindes Huhn ein Korn bzw. einen Podestplatz finden. Letztlich musste man beim Sprung über die Rampe einfach nur wild mit dem Joystick fuchteln und klicken &#8211; die Punktrichter wussten es meist zu würdigen. Dieser unverdiente Ruhm hatte etwas Anrüchiges. Außerdem war Freestyle Skiing damals noch nicht olympisch und deshalb per se eine Sportart zweiter Klasse.</p>
<p>Erst ein Jahr später &#8211; die Blasen auf den Fingern waren kaum verheilt &#8211; erlöste uns ein neues Spiel von der olympischen Klickstreberei. Sein Name: <span style="text-decoration: underline;"><a title="California Games" href="http://www.c64-wiki.de/index.php/California_Games" target="_blank">&#8220;California Games&#8221;</a></span>. Spielziel: der coolste Freestyler der gesamten Westküste zu werden. Surfen, skaten, BMX fahren &#8211; unter der kalifornischen Sonne schmolzen unsere eisigen Olympiaträume schnell dahin. &#8220;Winter Games&#8221;? In Kalifornien war immer Sommer.</p>
<p><object width="540" height="437" data="http://www.youtube.com/v/r5ufiskMu1A&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/r5ufiskMu1A&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
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