Little Big Abräumer
// 31. März 2009 // Allgemeines
Am vergangenen Mittwoch hat die Game Developers Conference ihre Spiele des Jahres gekürt und dabei zwei Titeln ihre ganze Aufmerksamkeit gewidmet. Der Sackboy-Baukasten „Little Big Planet“ wurde mit Preisen für das beste Debüt, das beste Game Design, die beste Technologie sowie dem Innovations-Award ausgezeichnet. Zum besten Spiel wählte die Jury das Bethesda-Rollenspiel „Fallout 3“. Und auch die Gewinner des deutschen Computerspielpreises stehen fest.
Die GDC-Awards in San Francisco werden der Oscar-Verleihung immer ähnlicher. Ein witzelnder Moderator (Games-Humorist und Day-of-the-Tentacle-Macher Tim Schafer) stellt die nominierten Spiele kurz vor, dann werden die Kreativen von einem Paten ausgezeichnet, um sich anschließend (inklusive Ehrung von Mum & Dad) artig für die Trophäen zu bedanken. Das wirkt alles schon sehr professionell, aber leider auch recht einfallslos. Allein die Einspieler von mega64.com konnten sich sehen lassen. Großartig etwa die MGS4-Verballhornung mit einem Gastauftritt der Design-Legende Hideo Kojima. Hier zu sehen:
Der Japaner erhielt auch gleich noch eine Auszeichnung für sein Lebenswerk. Als Verlierer des Abends muss man noch Rockstar North und Valve erwähnen, die trotz jeweils drei Nominierungen für GTA IV und Left 4 Dead leer ausgingen.
Auch das zeitgleich stattfindende Independent Games Festival hat einen Gewinner: Erik Svedangs Blueberry garden. Das handgezeichnete Spiel sieht wirklich putzig aus und zeigt zusammen mit dem Adventure Machinarium einen schönen Gegentrend zu den High-End-Blendern der großen Studios. Nachahmer sind willkommen. Die Liste aller Awards findet ihr hier.
Ach ja, heute Abend wurde auch erstmals der deutsche Computerspielpreis vergeben. Eine vergleichsweise traurige Veranstaltung. Immerhin: Drakensang wurde als bestes deutsches Spiel und in der Kategorie “Bestes Jugendspiel” ausgezeichnet. Ansonsten wirkte die Auswahl der Nominierten sehr bemüht. Die Preisträger wandeln immer noch auf echt deutschen Pfaden: Zwischen Wirtschafts-, Aufbau-Strategie und Schach. Pädagogisch wertvoll eben. Die Preisträger dürfen sich übrigens zusammen auf einen kleinen Geldregen in Höhe von 600.000 Euro freuen.





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