SWTOR: Ein Trailer weckt Erinnerungen
// 3. Juni 2009 // Previews
Wenn sie die Sehnsucht überfällt, versammeln sich die Lords of Zock ums knisternde Kaminfeuer und gedenken bei einem Glaserl Met der guten alten Zeit. Jener Jahre, als sie noch auf ihrem Heimatplaneten Zock lebten. Dann füllen Tränen die Augen der alten Recken. Es war eine Zeit reinster Gamer-Glückseligkeit – doch ist sie vorbei, vorbei. Die grausamen Aludianer eroberten Zock, und nur mit viel Glück gelang es den Lords, auf die Erde zu fliehen. Dieser leidvolle Exodus hat uns abgehärtet – aber er hat uns nicht gebrochen. Noch immer huldigen wir dem hehren Ideal des Zockens, und wenn dann ein Spiel wie SWTOR sein funkelndes Haupt erhebt, fühlen wir uns fast ein bisschen an die eigene, glorreiche Vergangenheit erinnert.
Ich möchte uns, die Lords of Zock, nicht mit den Jedi gleichsetzen, aber es gibt schon Parallelen: den Kampf für das Gute, die übermenschlichen Fähigkeiten, whatever. Deshalb schmerzt es schon ein bisschen, den E3-Trailer zu “Star Wars: The Old Republic” zu sehen: Die Jedi bekommen hier richtig was auf die Mütze. Sogar eine Art Darth Vader taucht in dem Trailer auf – RPS hat dazu eine interessante Theorie.
Vor allem ist es aber die bombastische Trailer-Inszenierung, die Star-Wars-Fans schier ausrasten lässt. Dass SWTOR ein MMORPG mit nicht gerade atemberaubender Grafik (siehe das Gameplay-Video unten) ist, scheinen viele dabei zu vergessen. Nun gut, vielleicht liegen die Qualitäten auch eher in der Story, die Entwickler Bioware mit charmanter Penetranz anpreist. Lead-Writer Daniel Erickson spricht von “choices that matter”: Der Spieler entscheidet mit seinen Handlungen, ob sich seine Figur zum Guten oder Bösen hin entwickelt. Ach ja, ein Companion-System soll es auch noch geben: Computergesteuerte Begleit-Charaktere à la Chewbacca oder R2D2, die mit dem Spieler interagieren und einen eigenen Charakter entwickeln. Was mich jetzt wieder an Towarisch erinnert, den treuen Begleiter von Lord Honk, der mit uns vom Planeten Zock fliehen konnte. Doch davon später mehr.



