Triebtäter: Wie ich mir ein Macbook kaufen musste!

// 1. April 2009 // Allgemeines


Statussymbol, Spielzeug, teures Stück Plastik: Das ist ein Mac. Und wer braucht sowas? Bonzen, megacoole Grafiker und Straßencafé-Gammler. Und trotzdem hab ich mir so ein Teil gekauft! Vor ein paar Wochen noch Anführer gegen Apple-Fetischisten, jetzt sitz ich selber an dem Teil. Ich wurde von meinem Inneren gezwungen. Wie ich zum Triebtäter wurde.

Ich habe mir ein Macbook gekauft! Ich: Männlich, 21 Jahre alt, Zocker seit 13 Jahren, ansetzender Geheimratseckenträger durch Windows-Bluescreens, PC-Reparierer technikignorierender Mädels (Ich will den Laptop, der ist pink!) und Ego-Shooter-Fan habe also den Schritt gewagt. Den Schritt zum Gegner! Aber warum, bitte? Vor ein paar Wochen noch habe ich auf alle Macuser geschimpft wie Steve Ballmer bei seinen Krampfanfällen. Macuser, das waren für mich: Berlin-Mitte Nichtsnutze mit Hornbrille, lila Röhrenjeans, Pagenfrisur und Understatementlook. Menschen ohne zuhause, die deswegen mit ihren Macbooks stundenlang in Straßencafés abgammeln, drölf Latte Macchiattos saufen und das ganze dann Homeoffice nennen! Ahhh, so will ich nicht werden!

Mein Argument gegen hartnäckige Apple-Fetischisten: Mit einem PC kann man alles das machen, was man auch mit einem Mac machen kann. Und das sogar billiger! Einem Grafiker der behauptet, er bräuchte die dicke Rechnerleistung aus der Appleschmiede für seine Mörder-Grafiken, sei gesagt, dass das Bullshit ist! Für die Erstellung von 3D-Animationsfilmen werden Rechnerfarmen betrieben – und die laufen sicherlich nicht auf Macs! Außerdem kann man auf Macs nicht so gut zocken! O.k., genug geätzt.

Nur ein Alu-Block? Mir egal!
Warum also dann? Ich hatte meine Gründe dagegen. Was sprach dafür? Jedenfalls nicht die tolle umweltfreundliche Herstellung. Nein, auch nicht die Produktion des Macbooks aus einem einzigen Alublock (wen interessiert das überhaupt?). Irgendwie hatte ich keinen einzigen Grund. Vielleicht das geile Design. Aber das zählt für mich nicht – nur die harten Fakten: Rechnerleistung! Und die ist: genauso gut wie bei billigeren PC-Laptops!

Irgendwann habe ich mich dann beim Absurfen von Vergleichstests (Laptop vs. Mac) erwischt. Mist! Ich war auf der krampfhaften Suche nach Gründen für den Kauf. Fast schon wollte ich einen Arzt aufsuchen: Vom Apfelvirus befallen, oder so. Einmal stand ich sogar im Laden, Kreditkarte gezückt – und hab’s mir dann doch nochmal überlegt. Trotzdem: es ließ mich nicht los, das Virus.

Letztendlich hilft alles Gelaber nicht, ich hab ihn mir gekauft. Schuldig! Ich geb’s zu. Und was soll ich sagen? Es läuft, das Macbook. Erstaunlich gut muss ich dazu noch sagen. Einer der Gründe gegen den Kauf war ja noch, dass mein normaler Laptop noch nicht mal ein Jahr alt war. Wenn ich jetzt hin und wieder die Windows-Maschine zum Zocken anwerfe, bekomme ich Magenkrämpfe! Das Teil ist so unglaublich laut und langsam. Er säuft beim Starten von Firefox ab, braucht Jahre für die kleinsten Dinge und macht ständig Macken. Kurzum: Zum Zocken erbarme ich mich ab jetzt noch für das lahme Teil, zum Arbeiten nehme ich den Mac. Auch wenn es eine Hassliebe ist!

Und wenn erstmal Quake Live für den Mac rauskommt, findet ihr hier den Test dazu. Das wird mein erstes Game auf dem Mac!

2 Antworten to “Triebtäter: Wie ich mir ein Macbook kaufen musste!”

  1. Lantzschi sagt:

    herzlichen glückwunsch zum neuen baby.

    auch das baby hier gefällt. geiles design. is aber noch ausbaufähig oder?

    viel erfolg mit dem neuen projekt.

    herzlich,

  2. Lord Akim sagt:

    @ Lantzschi: danke für die glückwünsche. das design ist in der tat noch ausbaufähig. krass fettes banner ist aber schon bestellt. müssen uns ein bisserl in den code reinwursteln. und an zünftigen inhalten fehlt’s natürlich auch noch!
    lord_akim

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