Netzschau: Wie gut ist Battleforge?
// 16. April 2009 // Netzschau
Der Echtzeitstrategie- und Sammelkartenmix “Battleforge” von “Siedler”-Schöpfer Volker Wertich erhält derzeit viel Aufmerksamkeit. Das Spiel lockt mit einer frischen Idee und einer fabelhaften Präsentation, der Sammelaspekt schreckt viele Spieler aber auch ab. Was sagen die Experten? Eine kleine Presseschau.
Gamona meint im Testbericht:
“BattleForge ist so gnadenlos wie seine Community. Wer gemütlich eine Runde Strategie genießen will, wird hier ganz schnell in die Maus beißen. (…) Es macht keinen Spaß ständig zu verlieren – doch nur durch Fehleranalyse lässt sich das Spiel erlernen. Wer oben mitmischen will, braucht ein gutes Team und viel – sehr viel Übung. Für Gelegenheitsspieler hat Phenomic dieses Spiel garantiert nicht entworfen. Es ist auf die Profiliga zugeschnitten – auf eSportler, Taktiker und Clans.”
Auf den Punkt kommen die Kollegen von golem.de. Denn tatsächlich scheint die “Battleforge”-Mischung nicht alle Spieler gleichermaßen anzusprechen:
“Battleforge ist ein Genuss für Freunde von Sammelkartenspielen. Mit viel Liebe zum Detail hat Phenomic Einheiten mit individuellem Charme entworfen. Es wird einfach nicht langweilig, die mächtigen Kreaturen ein ums andere Mal prächtig animiert auf die Schlachtfelder zu rufen. Das Zusammenstellen von neuen Decks und das Ausprobieren neuer Strategien unterhält viele Stunden lang und motiviert zum Erwerb neuer Karten.
Abstriche gibt es beim Echtzeitstrategieteil. Company of Heroes oder das zuletzt erschienene Dawn of War 2 bieten in puncto Deckung, Formationen und KI mehr. Nichtsdestotrotz ist Battleforge ein gelungenes, innovatives Produkt, das nach Eye of Judgment für die Playstation 3 das Sammelkartenthema grandios als Videospiel umsetzt.”
Eine ganz ähnliche Meinung vertritt Eurogamer:
“EA Phenomic ist es gelungen, Sammelkartenwahn und Echtzeitstrategie-Spiel unter einen Hut zu bekommen. Die beiden Elemente ergänzen sich und machen BattleForge zu einem einmaligen Computerspiel, das Fans beider Lager glücklich machen könnte. Könnte wohlgemerkt, weil es besonders im Bereich Echtzeitstrategie zu viele bessere Alternativen gibt. (…) Ohne vernünftige Story, Offline-Modus, moderne Grafik, Physik-Effekte, Deckungsmechaniken und eine stringenten Kampagne werden Hardcore-Fans dieses ungewöhnliche Stück Software wahrscheinlich links liegen lassen. Wer sich dagegen für Sammelkarten begeistern kann und sich an dem etwas einfacheren Anspruch der eigentlichen Gefechte nicht stört, bekommt eine ganz andere Spielerfahrung geliefert.”
Wer sich selbst ein Bild von “Battleforge” machen will: Auf www.battleforge.com erklären die Entwickler das Spiel in einigen Tutorial-Videos.
Unser Review von “Battleforge” findet ihr hier.



